10 Pumpen, International, Nicaragua

Adán de la Concepción Osorio Meléndez

„Das Projekt „Agua es vida“ sollte uns mit mehr Fortbildungen unterstützen.“

Adán de la Concepción ist Landwirt der Region La Arenera des Landkreises La Ceiba, León. Er ist 66 Jahre alt. Schon als Kind fing er an, mit seinem Vater auf dem Feld zu arbeiten. Er hat Erfahrung im Anbau von Mais, Yuca, Ayote, Pipián und Sorghum. Er lebt auf seinem Hof mit seiner Frau und drei Kindern.
„Seit ich 16 Jahre alt bin, arbeite ich selbstständig auf dem Feld. Meine ersten Erfahrungen sammelte ich im Anbau von Baumwolle. Das war eine sehr anstrengende Arbeit mit hoher Staubbelastung, sehr viel Sonne und mit einer Saat, die nach Chemikalien roch…“

„Ich habe zwei Söhne und eine Tochter mit meiner Frau Lila Mercedes Alvarez, mit der ich bereits seit 34 Jahren zusammen bin. Der Älteste, Jose Rene, ist 34 Jahre alt und noch nicht verheiratet. Er hilft mir die ganze Zeit und ist auf dem Acker mein rechter Arm. Dann kommt Maura, die 30 Jahre alt ist, schon verheiratet ist, aber noch keine Kinder hat. Jorge Alberto ist der Jüngste, 25 Jahre alt und hat eine Tochter, die 3 Jahre alt ist.“
„Wir müssen im August säen, um im November/Dezember zu ernten. In den letzten Jahren war der Winter nicht gut, da es nur ca. 2 Monate geregnet hat. Im Oktober sind die Schauer zu stark, waschen den ganzen Boden aus. Deshalb versuche ich, verbessertes Saatgut zu verwenden. Vor einem Jahr kaufte ich mir eine kleine elektrische Wasserpumpe und seitdem säe ich auch im Sommer Wassermelone. Zusätzlich kaufte ich mir einen Wassertank, der auf 4 Meter Höhe installiert ist. Ich probierte die Bewässerung mit Sprinklern und Tröpfchen, aber normalerweise bewässere ich pro Furche. Wegen der Kosten für den elektrischen Strom lasse ich die Rinder manchmal das Wasser aus dem Brunnen ziehen. Das ist jedoch sehr viel Arbeit.“

Die Pumpe wird hinabgelassen

„In den Versammlungen haben wir die Bewässerung mit Sprinklern gesehen und ich hätte nicht gedacht, dass sie mit dem Solarsystem funktionieren. Deshalb werden wir jetzt mit Sprinklern und mit Tropfbewässerungschläuchen arbeiten.“

„Das Solarsystem bewässert schon einen Teil des Mais’ und des Sorghums. Wir reden über 100 Meter Distanz bis zur Pflanze und die Furchenbewässerung funktioniert einwandfrei. Nachdem wir den Brunnen vertieft haben, ist genügend Wasser da und die Pumpe schaltet sich nicht ab. Die Wassersäule beträgt fast 6 Meter und wir pumpen den ganzen Tag Wasser.“

„Ich habe einen neuen Obstbaumbereich, der sich in der Nähe des Brunnens befindet. Zusätzlich werden wir Mais chilotero säen, um unsere Einnahmen im Sommer zu sichern.“

Die Solarkabel werden in der Verteilerdose mit dem Motorkabel verbunden

„Auf dem Bauernhof habe ich 4 Kühe und 6 Pferde. Außerdem habe ich ein Ochsengespann, mit dem ich am liebsten arbeite. Ich spare viel Geld, da das Pflügen mit einem Traktor sehr viel kostet. Mit meinen Ochsen mache ich es auf meine Weise und der Boden wird dadurch nicht so schlecht behandelt.“

„Neben der Hühnerzucht bauen wir Minze, Chiltomo und Pipian für den Eigenverbrauch und für den Verkauf an. Ein Teil meines Landes ist Wald, aus dem ich Holz beziehe und Schatten habe. Vielleicht werde ich dieses Jahr wieder mit der Leguanzucht anfangen, wie ich es früher gemacht habe. Die Zucht braucht besondere Pflege und viel Zeit. Die Idee ist, die Vereinbarung des Projektes schnellstmöglich zu erfüllen.“

Adán de la Concepción Osorio Meléndez und Lila Mercedes Alvarez

„Was mir zurzeit am meisten Sorge macht, sind die Insektenplagen. Ich habe anderthalb Manzanas Wassermelone gepflanzt und es sieht nicht gut aus. Es gibt ein Insekt, dass einen Virus in die Jungpflanze injiziert. Wenn die Pflanze nun wächst, tötet dieser Virus die Pflanze. Das ist eine neue Insektenplage, die wir nur schwer kontrollieren können.“

„Das Projekt Agua es vida sollte uns mit mehr Fortbildungen unterstützen. Gerade das Wissen um die Schädlingsbekämpfung ist jetzt besonders wichtig. Mit dem Solarsystem haben wir genügend Wasser, aber das Thema der Insektenplage ist auch wichtig. Um den Einsatz von Chemikalien zu minimieren, müssen wir mehr Zeit in Fortbildungen und technische Betreuung investieren.“

Tropfbewässerung

Nachtrag

Adán de la Concepción würde sich am liebsten sieben Tage in der Woche auf seinen Feldern aufhalten. Er baut Ayote, Mais, Pipian und Obstbäume auf 1,5 Manzanas (1,05 ha) an. Im Dezember hat er fast eine komplette Wassermelonenernte durch ein Insekt, dass einen Virus in die Jungpflanze injiziert, verloren. Seitdem züchtet er eine Wespenart, die die schädlichen Insekten vor der Eiablage fressen. Wasser hat er genug, sagt er. Adán würde gerne noch mehr Felder bewässern. Er schätzt seine Einnahmen, die ihm die Solarpumpe bringt, auf 1000 US$ pro Jahr.