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Agua es vida – elevación productividad y mejoría de los ingresos por riego del campo atreves de la energía solar

Un año después – una visita a los agricultores – noticias del 09.01.2018 de Ela Brezina y Jan Kiefer. Aproximadamente un año después de la instalación de los sistemas del riego del campo por energía solar visitamos nueve de los diez agricultores. En resumen, se pude decir, que todos los sistemas funcionan bien y que los agricultores están muy contentos.

Agua es vida – Produktivitätssteigerung und Einkommensverbesserung durch solare Feldbewässerung

Ein Jahr danach – Besuch bei den Bauern – Notizen vom 09.01.2018 von Ela Brezina und Jan Kiefer. Etwa ein Jahr nach der Installation der solaren Feldbewässerungssysteme haben wir neun der zehn Bauern besucht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Systeme gut funktionieren und die Bauern sehr zufrieden sind.

Dokumentation 2017 – Agua es vida VIII

Im Rahmen der Projektreihe “Agua es vida” besuchte das Oberstufenprofil Physik-Technik der Stadtteilschule Blankenese erneut León in Nicaragua. Die 19 Schülerinnen und Schüler hielten sich vom 27.08.2017 bis zum 17.09.2017 unter der Leitung von Robert Heiden dort auf. Die gemeinsame Aufgabe war es, drei neue solargestützte Pumpanlagen bei Bauern rund um León zu installieren. Die ortsansässige Firma “Enicalsa” übernahm es, diese Bauern auszusuchen. Mit dieser Firma arbeitet die Stadtteilschule Blankenese schon erfolgreich seit Beginn der Projektreihe zusammen.

Adán de la Concepción Osorio Meléndez

„Das Projekt „Agua es vida“ sollte uns mit mehr Fortbildungen unterstützen.“ Adán de la Concepción ist Landwirt der Region La Arenera des Landkreises La Ceiba, León. Er ist 66 Jahre alt. Schon als Kind fing er an, mit seinem Vater auf dem Feld zu arbeiten. Er hat Erfahrung im Anbau von Mais, Yuca, Ayote, Pipián und Sorghum. Er lebt auf seinem Hof mit seiner Frau und drei Kindern. „Seit ich 16 Jahre alt bin, arbeite ich selbstständig auf dem Feld. Meine ersten Erfahrungen sammelte ich im Anbau von Baumwolle. Das war eine sehr anstrengende Arbeit mit hoher Staubbelastung, sehr viel Sonne und mit einer Saat, die nach Chemikalien roch…“ „Ich habe zwei Söhne und eine Tochter mit meiner Frau Lila Mercedes Alvarez, mit der ich bereits seit 34 Jahren zusammen bin. Der Älteste, Jose Rene, ist 34 Jahre alt und noch nicht verheiratet. Er hilft mir die ganze Zeit und ist auf dem Acker mein rechter Arm. Dann kommt Maura, die 30 Jahre alt ist, schon verheiratet ist, aber noch keine Kinder hat. Jorge Alberto …

Ramona Elizabeth Ruíz Arauz

„Mit dem neuen Pumpsystem arbeitet Antonio fast den ganzen Tag und hört einfach nicht auf“, erzählt Elizabeth uns lächelnd. Elizabeth ist Landwirtin in der Gemeinde La Arenera von La Ceiba, León. Sie ist 41 Jahre alt und besitzt zweieinhalb Manzanas fruchtbares Land (1 Manzana = 0,7 ha). Neben der Tätigkeit auf ihrer Finca arbeitet sie bei der Firma Yazaki (diese ist in einer Freihandelszone in der Umgebung von León, mehr als 3500 Arbeiter), in der sie schon zehn Jahre arbeitet. „Es gibt drei Schichten, zum Beispiel beginne ich zurzeit um 14:30 Uhr und beende die Arbeit um 22:25 Uhr. Mein Schwiegersohn nimmt mich auf seinem Motorrad mit nach Hause, da er auch dort arbeitet,“ berichtet sie uns. Sie hat drei Töchter und einen Sohn, Oferman, der der Zweitjüngste und Abiturient ist. „Zwei Töchter und der Sohn sind schon verheiratet und ich haben vier Enkelkinder.“ Elizabeth selbst wohnt und lebt gemeinsam mit ihrem Mann Antonio und ihrer Tochter Alison auf der Finca. Das Mädchen ist 11 Jahre alt und geht in die fünfte Klasse der Grundschule. „Nächstes …

Osmar Andrés Ruiz Arauz

„Früher bauten wir nur im August an und ernteten im Dezember. Man verdient so zwar, aber nicht genug. Jetzt mit dem neuen Pumpsystem werden wir auch im Sommer produzieren können.“ Osmar Andrés ist ein Landwirt der Gemeinde La Arenera, La Ceiba, León. Er ist 33 Jahre alt und besitzt eine Finca, die 4,5 Manzanas (1 Manzana = 0,7 ha) umfasst und auf der er schon seit sechs Jahren mit seinen beiden Geschwistern arbeitet. Es leben dort sechs Personen, zwei davon sind seine Neffen, die 4 Jahre und 2 Jahre alt sind. Die Geschwister haben Erfahrungen in dem Anbau von Sesam, Mais, Weizen und Obstbäumen – vor allem Orangen und Limetten. „Ich habe mein Abitur hier in der Gemeinde abgeschlossen, bin aber danach nach Managua gegangen, um Arbeit zu finden. Da ich schon verheiratet war, musste ich früh einen Weg finden, um meine Familie zu ernähren. Ich habe zwei Söhne. Der eine ist 12 Jahre alt und hat schon sein erstes Jahr im Gymnasium abgeschlossen. Mein zweiter Sohn ist erst 4 Jahre alt, geht jedoch schon in die Vorschule. Mein …

Juan Emiliano Castellón Tenorio

“Was sie uns hier beibringen, gefällt mir sehr – ich lerne viel dazu.“ Juan Emiliano ist Landwirt im Landkreis La Ceiba, León und 51 Jahre alt. Von Kind auf an ist er schon Landwirt und wuchs bei seinem Vater auf dem Land auf. Er hat Erfahrungen im Anbau von Baumwolle, Soja, Mais, Sesam, Gemüse und Melone. „Ich arbeite seit 25 Jahren alleine und habe mich ganz dem Leben auf dem Bauernhof verschrieben. Auf der Finca, wo ich wohne, besitze ich zwei Manzanas (1 Manzana = 0,7 ha). Zusätzlich besitze ich sieben Manzanas und wiederun an einem anderen Ort vier Manzanas, wie du siehst, bleibt mir nicht mehr so viel Zeit. Mein Vater unterstützte mich, als ich noch klein war und sobald er mein Interesse an der Landwirtschaft bemerkte, schickt er mich nach León, um Landwirtschaft an der MIL zu studieren.“ (Instituto Manuel Ignasio Lacayo. Das MIL hat Techniker im Agrarbereich ​ausgebildet. Es existierte bis Anfang der 80 Jahre.) „Alles was wir bis jetzt in den Versammlungen besprochen haben, ist neu für mich. Zu meiner Zeit war das anders. Die Baumwollproduktion …

José Heliodoro Reyes Silva

„Ich bin froh, dass es durch das Projekt Agua es Vida mehr Bauern gibt, die ökologisch anbauen und dadurch die Umwelt schonen.“ Heliodoro wohnt mit seiner Familie in der Gemeinde La Ceiba. Er ist 51 Jahre alt. Heliodoro ist Besitzer einer Finca von acht Manzanas (1 Manzana = 0,7 ha). Sein Brunnen ist 8 m tief, mit einer Wassersäule von 4 m. Das ist der Brunnen mit der niedrigsten Brunnentiefe aller 10 Bauern. Das Pumpensystem hat eine Solarleistung von 4 x 190 W = 760 W. Nach der Installation im Oktober ist eine Wasserdurchflussmenge von 3,2 m3/h gemessen worden. Das Pumpensystem von Heliodoro födert das meiste Wasser. Heliodoro leitet die Gruppe der 10 Bauern: Productore Agroecológicos (Öko-Bauern-Gruppe) nennt sich die Bauerngruppe jetzt. „Schon als Kind – ich war sieben Jahre alt – habe ich an der Baumwollernte teilgenommen“ sagt Heliodoro. Als Heliodoro Jugendlicher war, hat er Landwirtschaftsmechanik gelernt und mit der Viehzucht begonnen. Heliodoro hat auch als Jugendlicher an dem Kampf gegen die Somoza-Diktatur teilgenommen, ist also ein „alter“ Sandinist. Bis jetzt hat er 30 Jahre Erfahrung …

Gladis vor ihrem fertigen Brunnen

Gladis Rugama

„Ich glaube, ich bin in der Lage, ein Pumpensystem allein zu installieren….“ (Francisco, Bruder von Gladis) Gladis Rugama ist eine 23-jährige Bäuerin. Sie hat eine Finca mit 3 Manzanas (1 Manzana = 0,7 ha) und einen 25 m tiefen Brunnen mit 2,5 m Wassersäule. Der Brunnen hatte am Anfang nur eine 0,5 m Wassersäule, daher war es notwendig, den Brunnen um 2 m zu vertiefen. Galdis bewohnt die Finca gemeinsam mit ihrem Mann Elvin, der 6-jährigen Tochter, dem Bruder Francisco und ihren Eltern. Gladis ist Lehrerin, während hauptsächlich Elvin und Francisco die Finca bearbeiten. Francisco hat darüber hinaus an der Installation der 10 Pumpsysteme teilgenommen. „Mein Bruder Francisco, war nicht nur aktiv bei der Installation meines Systems beteiligt,“ sagt Gladis, „sondern auch bei den Instaltationen aller anderen Bauern. Francisco war jeden Tag früh unterwegs und hat den anderen Bauern geholfen. Er hat viel gelernt, er könnte eines der Systeme später warten oder reparieren – falls das notwendig sein sollte“. Francisco meint dazu: „Ich glaube, ich bin in der Lage, ein Pumpensystem allein zu installieren, ich würde wahrscheinlich …

Der Mann mit dem gelben Helm ist Valentino, der Mann ohne Kopfbedeckung (rechts) ist Genaro. Die beiden sind die „Techniker der Gruppe“.

Genaro Marcial Reyes

„Dieser Wald sollte ein Naturschutzgebiet sein – als Erbe für meine Enkelkinder!“ Genaro lebt mit seiner Familie in der Ortschaft Las Parcelas nahe La Ceiba. Die Familie, die mit ihm auf der Finca wohnt, besteht aus zehn Mitgliedern: seiner Frau, zwei Töchtern, zwei Schwiegersöhnen und vier Enkelkindern. Alle bearbeiten das Land. Die Finca hat 8 Manzanas Land (1 Mz = 0,7 Hektar), 6 Mz davon hat Genaro für einen kleinen Wald genutzt, der aus Bäumen besteht, die in Nicaragua vom Aussterben bedroht sind. Genaro meint, dass „dieser Wald ein Naturschutzgebiet sein sollte, als Erbe für meine Enkelkinder“. Im Nordosten hat die Finca einen Fluss, der ganzjährig Wasser führt. Das ist für die Familie von großem Vorteil: Ihr Brunnen trocknet nicht aus. Genaro ist aktiv in der evangelischer Kirche und hat eine wiederkehrende Sendung in einem localen Fernsehsender (Canal 49). Er studiert Theologie in El Salvador, noch in diesem Jahr schließt er sein Studium ab. „Der Abschluss meines Studiums und das Projekt „Agua es Vida“ sind die besten Lehren meines Lebens“, sagt Genaro. „Ich habe an dem …

Rolando Pérez Hernández

“….ein Pumpsystem, das mich unabhängig vom Regen macht“ Rolando wohnt in der Gemeinde La Arenera in der Nähe von León. Er ist 64 Jahre alt und hat eine gesamte Anbaufläche von 23 Manzanas (1 Mz = 0,7 Hektar). Davon werden 15 Manzanas an einen anderen Bauern, der Erdnüsse anbaut, verpachtet. 8 Manzanas bearbeitet Rolando gemeinsam mit seiner Familie. Sie baut Yuca, Mais und Gemüse an und züchtet Kühe und Schweine. Die Familie besteht aus 8 Mitgliedern, 2 davon sind Enkelkinder: José Miguel und Luis Enrique, 5 und 6 Jahre alt. Sie sind Rolandos ganzer Stolz. In der Familie geht es jeden Tag um die zwei Enkel, die auch sehr begeistert von dem Pumpensystem und sichtlich stolz darauf sind. Rolando ist in der evangelischen Gemeinde aktiv und sagt: “Alles hat seine Zeit, jetzt ist die Zeit, in der ich mich dem Projekt von der Solarwerkstatt und der IHK widme.“ Der Brunnen von Rolando hat eine Tiefe von 26 Metern  und eine Wassersäule von 2 Metern.  Mit dem System kann Rolando ca. 16.200 Liter Wasser pro Tag für …

Paula Nubia

“Ich bin total von dem System beeindruckt, es funktioniert auch, wenn es bewölkt ist“ sagt Paula Nubia. Sie ist äußerst zufrieden mit dem solargestützten Pumpsystem. Früher hat sie mit einem Dieselmotor das Wasser gepumpt. Jetzt ersetzt die Photovoltaik den Dieselmotor – aus ökologischen Gründen. Aber nicht nur das, Paula Nubio und ihr Mann Augusto wollen auch wissen, ob sich das solargestützte Wasserversorgungssystem wirtschaftlicher als der Dieselmotor betreiben lässt. Die Motorpumpe verbrauchte 6 Liter Diesel pro Tag, die 6 Liter Diesel kosten ca. 140 Córdobas, pro Tag sind etwa 4,67 US$, da sind die Transportkosten nicht mal mit eingerechnet. Die Pumpzeit des Dieselmotors betrug 8 Stunden am Tag. Die Familie besteht aus 6 Mitgliedern, alle sind erwachsen. Paula Nubia wird vorläufig keinen Mitarbeiter einstellen, alle 6 Familienmitglieder helfen mit. Das Wasser wird ausreichen, da die Familie vor hat, in der Trockenzeit zwei Manzanas (1 Manzana = 0,7 ha) Sandias (Wassermelonen) mit Tropfbewässerung zu versorgen. „So verbrauchen wir weniger Wasser“, sagt Paula Nubia. Sie hat genug Erfahrung mit dieser Bewässerungsmethode und wird zusätzlich – außer Sandias – …