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Projektvereinbarung unterzeichnet!

Am 19. April haben Vorstandsmitglieder der Industrie- und Handelskammer (IHK) Léon und Vertreter der Solarwerkstatt GS-Blankenese e.V. ihre Projektvereinbarung unterzeichnet.

Die Vertreter beider Institutionen erklären damit ihre Bereitschaft, in dem Projekt „Agua es vida – Produktivitätssteigerung und Einkommensverbesserung durch solare Feldbewässerung“ zu kooperieren. „Agua es vida – Produktivitätssteigerung und Einkommensverbesserung durch solare Feldbewässerung“ ist ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von 59.176,00 €, davon trägt das BMZ 75%.

In dem Vorhaben geht es darum, 10 solargestützte Pumpsysteme im Departement Léon/Nicaragua zu installieren. Sie sollen Menschen, Tiere und Pflanzen mit Wasser versorgen. Das Ziel ist, die Produktivität in der Landwirtschaft und das Einkommen der bäuerlichen Familien zu steigern. Die Subsistenzwirtschaft wird abgebaut, im Gegenzug wird die Teilnahme der bäuerlichen Familien an der regionalen Vermarktung ermöglicht und angestrebt.

Jede der begünstigten kleinbäuerlichen Familien erfüllt folgende Voraussetzungen:

  • Sie soll durch den Betrieb ihrer solargestützten Pumpanlage ein Mehrprodukt erwirtschaften, das sie verkaufen kann.
  • Sie verpflichtet sich zur Mitarbeit bei der Installation. Sie bereitet ihren Brunnen vor und lässt ihn gegebenfalls vertiefen. Die Vertiefung übernimmt ein Brunnenbaufirma, die Finanzierung leistet die bäuerliche Familie, die für diesen Zweck 350 US$ in das Projekt einzahlt.
  • Sie zeigt interessierten Bauern ihre solargestützte Pumpanlage und die Bewirtschaftung der Felder als „best practice“-Beispiel.
  • Sie zahlt als Selbstbeteiligung 900 US$ – verteilt auf drei Jahre – in einen Fonds ein, den die IHK verwaltet. Mit dem Fond werden drei weitere Systeme finanziert.
  • Sie ist Eigentümerin der Finca und der Felder, die zur Finca gehören.

Die Konzeption des BMZ sieht vor, dass dem Partner im Inland (Solarwerkstatt) auch ein Projektträger im Partnerland zur Seite gestellt wird. Damit kann der Projektträger des Partnerlandes (Nicaragua) die Leitung des Projekts übernehmen. Die Wahl fiel auf die IHK Léon. Die IHK Léon übernimmt administrative und finanzielle Verantwortung. Die Rechte und Pflichten, die die IHK übernimmt, sind in der Projektvereinbarung festgelegt.